Erik Satie ist ein Lebensprojekt für mich

Meine Empfehlungen rund um das Erik-Satie-Programm:

zum Hören:

Blood Sweat and Fires und die höchst ungewöhnlichen Satie-Interpretationen des Jack Loussier Trios: verjazzt, distanziert.

zum Anschauen:

Und die vielen schrägen bildnerischen Satie-Porträts: Cocteau, Picasso, Man Ray, Suzanne Valadon die spanischen Maler der Jahrhundertwende. Sie alle haben ihn gemalt und gezeichnet. Einiges davon wird während meiner Veranstaltung zu sehen sein.

Was mich an Satie fasziniert?

  • Er ist wohl der einzige Komponist, der seine Fühler so weit ausgestreckt hat in Richtung Literatur, Tanz, Film, Malerei, Kalligraphie. Der selbst ein begnadeter Briefeschreiber und Zeichner gewesen ist.
  • Ein weiteres Faszinosum: drei oder vier seiner Stücke kennt jeder, sie sind als Ohrwürmer beinahe allgegenwärtig, der große Rest seines Werkes ist auch weiterhin terra incognita.
  • Satie liebte es, seine Zeitgenossen an der Nase herumzuführen, falsche Fährten zu legen. Man muss ihm ein Schnippchen schlagen. Sich auf seinen (oft giftigen) Humor, seine Selbstironie, seinen Hang zu Absurditäten und Parodie/Karikatur einlassen.
  • Spannend ist auch, wie Satie aufgrund seiner Radikalität zum Vorreiter für Neue Musik, Jazz, Fluxus wurde und wie er eingefahrene Hör- und Aufführungstraditionen in Frage gestellt, ja "gekippt" hat.

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