Guitarra a seis
Orchesterwerke auf sechs Gitarren – von romantischer Oper bis Flamenco
Das 2011 ins Leben gerufene Ensemble Guitarra a Seis vereint sechs herausragende Solisten aus Deutschland, der Schweiz, Brasilien und Polen. Die Musiker, allesamt Preisträger internationaler Wettbewerbe, haben es sich zur Aufgabe gemacht, das klangliche Spektrum der Gitarre neu zu definieren. Im Jahr 2022 erschien ihre vielbeachtete Einspielung beim renommierten Label NAXOS.
Dank einer speziell entwickelten Instrumentierung verfügt die Formation über einen beeindruckenden Tonumfang von fünfeinhalb Oktaven. Diese klangliche Tiefe ermöglicht es dem Sextett, selbst komplexe Orchesterpartituren ohne die üblichen Oktav-Transpositionen umzusetzen. Ergänzt wird dieses besondere Klangbild durch den gezielten Einsatz verschiedener Perkussionsinstrumente.
Das Repertoire umfasst meist eigene Transkriptionen, die von Johann Sebastian Bach bis zu Frank Zappa reichen. Neben Werken von Edvard Grieg und Wojciech Kilar steht heute Rossinis spritzige Ouvertüre zu „L’Italiana in Algeri“ auf dem Programm. Den Kern des Abends bilden Bizets schillernde „Carmen-Suite“ sowie Auszüge aus Manuel de Fallas Ballett „El Amor Brujo“, deren Iberische Leidenschaft durch Flamenco-Einflüsse in der Tradition von Paco de Lucía eine besondere Intensität erfährt.
Matthias Kläger, Tobias Krebs, Adam Olenczak, Edmauro de Oliveira, Harald Stampa, Jens Stibal
Fotos ⓒ Andreas Zihler